Studium zum Rechtsfachwirt mit der Hans Soldan GmbH

Sie finden hier das vollständige Seminarprogramm sowie die Teilnahmebedingungen zum Rechtsfachwirt-Seminar der Hans Soldan GmbH, Stand Seminar 2006 / 2007. Der nachfolgende Text ist der Seminarbeschreibung der Hans Soldan GmbH 2006 / 2007 für Trier entnommen.

Die Rechtsanwaltskammern Koblenz, Saarbrücken und Zweibrücken haben die Hans Soldan GmbH beauftragt, in ihrem Namen und mit ihrer Unterstützung ein Seminar zur Vorbereitung der Erreichung der Qualifikation Gepr. Rechtsfachwirt/-in durchzuführen. Die Themen des Seminars wurden gemeinsam erarbeitet und festgelegt. Die Referenten wurden ebenfalls gemeinsam ausgewählt.

Es wird davon ausgegangen, dass die Teilnehmer über gute Grundkenntnisse in den nachstehenden Themenbereichen verfügen. Sollten Teilnehmer in verschiedenen Themenbereichen über keine praktische Erfahrung verfügen, wird angeraten, sich anhand entsprechender Literatur vor Seminarbeginn selbständig vorzubereiten.

Anmerkung:
Die nachstehenden Themen sind auszugsweise der Prüfungsordnung der Rechtsanwaltskammer sowie der neuen Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Gepr. Rechtsfachwirt/in vom 23.08.01 (Bundesgesetzbl. 2001, Teil 1 Nr. 45, S. 2250 ff.) entnommen.



Die Themen

    Büroorganisation
  • Organisationsmittel
    • EDV
      • Hardware
      • Software
        • Betriebssysteme
        • Anwendungsprogramme
        • anwaltsspezifisch
        • Textprogramme
        • Dateiverwaltungsprogramme
        • CD-Rom
        • DFÜ
        • Internet
      • Registratur
        • Arten
        • optimale Nutzung
        • Altablage (Archiv)
        • Bürotechnik
      • Postbearbeitung
      • Geldverkehr
      • Materialbeschaffung u. -verwaltung
      • Bibliothek
    • Rechtsdatenbanken und Datenschutz
      Material- und Schriftgutverwaltung
    • Qualitätsmanagement

  • Kanzleimanagement / Mandantenbetreuung
    • Führungstechniken
      • Bürovorsteher/-in / Geschäftsleiter/-in als Führungskraft im Anwaltsbüro
      • Was umfasst Führung im Anwaltsbüro ?
      • Wie werde ich fähig, andere zu führen ?
      • Situative Mitarbeiterführung
      • Planen, delegieren, ausführen, kontrollieren
      • Teamarbeit
      • Konflikte erkennen und Lösungen erarbeiten
    • Arbeitstechniken und Zeitplanungsmethoden
      • Zielvorstellungen für die eigene Arbeit und die der Mitarbeiter entwickeln
      • Durchführungsschritte planen
      • Arbeit einteilen und organisieren
      • Kontrolle durchführen
      • Zielerreichung überprüfen
      • Zeitplanungsmethoden kennen lernen, auswählen und einführen
    • Mandatsvor- und -nachbereitung
    • Bürovorsteher/-in / Geschäftsleiter/-in als Hilfe des Anwalts bei der Personalentwicklung
      • In Zusammenarbeit mit dem ausbildenden Anwalt Ausbildungspläne ausarbeiten
      • Anleitung zur Auszubildenden in Zusammenarbeit mit dem Anwalt
      • Eigene Fort- und Weiterbildung und die der Mitarbeiter planen und in entsprechenden Bereichen selbst organisieren und durchführen
      • Mitarbeiter zur Fortbildung anregen
      • Zielvereinbarungen und Beurteilungssysteme kennen lernen und anwenden
    • Personalwirtschaft
      • Grundlagen der Personalführung und des Personaleinsatzes
      • Lohn- und Kirchensteuer
      • Sozialversicherung
      • Urlaub
      • Berufsgenossenschaft
      • Jugend- und Mutterschutz
      • Arbeitsrecht
      • Personaleinsatz
    • Büroverwaltung
      • Buchführungspflicht des Anwaltes
        • rechtliche Grundlagen
        • Buchführungstechniken
          • Journal
          • Durchschreibebuchführung
          • EDV
          • Rechenzentrum
        • Aufbewahrungspflichten
      • Lohnabrechnung nebst Abgaben
      • Sonstige Aufzeichnungspflichten
        • langlebige Wirtschaftsgüter
        • kurzlebige Wirtschaftsgüter
        • Lohnkonten (s. Personalwesen)
      • Ermittlung des Jahresergebnisses
        • Einzelpraxis
        • Gemeinschaftspraxis
      • Betriebswirtschaftliche Auswertungen
      • Rechtsanwalt und Steuern

  • Materielles Recht
    • Umfassender Überblick/Einführung
    • BGB (umfassende Kenntnisse)
      • AT-Personen, Rechts- und Geschäftsfähigkeit, Willenserklärung, Rechtsgeschäfte, Stellvertretung, Fristen/Termine, Verjährung
      • Schuldrecht - Schuldverhältnisse (gesetzliche und rechtsgeschäftliche), Leistungsstörungen
      • Sachenrecht - Besitz, Eigentum auch an Grundstücken
    • BGB (praxisbezogene Schwerpunktkenntnisse)
      • Sachenrecht - Nießbrauch und Pfandrechte
      • Familienrecht
      • Güterstand, Unterhalt und Sorgerecht / Vormundschaft
      • Erbrecht - Erbfolge, Testament, Pflichtteil
    • Handels- und Gesellschaftsrecht
      • Kaufmann
      • Gesellschaftsformen (Personen-/Kapitalgesellschaften)
      • handelsrechtliche Vollmacht
      • Handelskauf
      • Register
    • Strafrecht
      • Verbrechen, Vergehen
    • Antragsdelikte
      Straßenverkehrsrecht
      • Bußgeldverfahren
      • Unfallregulierung

  • Formelles Recht / Prozessrecht
    • Schwerpunkte des Berufsrechts
    • Umfassender Überblick / Einführung
    • Mahnverfahren
    • Streitige Verfahren
    • Zuständigkeiten
      • örtliche
      • sachliche
      • funktionelle
    • Prozessmaximen
    • Verfahrensanträge
    • Beendigung des Rechtsstreits / Säumnis
    • Rechtsmittel/Rechtsbehelfe
    • Rechtskraft/Zustellungsverfahren
    • besondere Verfahrensarten / vorläufiger Rechtsschutz
  • Fristen im Zivilprozess
    • Arten / Berechnung / Gerichtstermin
  • Beratungshilfe - PKH-Recht
  • Grundzüge des FGG-Verfahrens
    • Nachlass- und Teilungssachen
    • Familiensachen
    • Betreuungs-, Vormundschafts- und Pflegschaftssachen
    • Vereinssachen und Güterrechtsregister
    • WEG-Verfahren
  • Besonderheiten der fachgerichtlichen Verfahren; Arbeits- / Sozial- / Verwaltungs- und Finanzgerichtsverfahren
  • Strafprozess / Strafbefehlsverfahren
    • Überblick über das Strafverfahren
    • Ermittlungs- / Hauptverfahren
    • Strafvollstreckung und -verzug
    • Rechtsmittel / Rechtsbehelfe
    • Owi-Verfahren
    • Verfahrensanträge
    • Rechtsmittel/Rechtsbehelfe
  • Formelles Recht / Zwangsvollstreckung
  • Grundlagen der Zwangsvollstreckung
    • Arten der Zwangsvollstreckung
    • Organe der Zwangsvollstreckung
    • Voraussetzungen der Zwangsvollstreckung
  • Sachpfändung wegen Geldforderung
    • Durchführung der Pfändung
    • Anschlusspfändung
    • Vollstreckung an Sonn- und Feiertagen und zur Nachtzeit
    • Unpfändbare Gegenstände
    • Austauschpfändung
    • Vorwegpfändung
    • Vollstreckungsschutz
    • die einstweilige Aussetzung der Verwertung
    • Versteigerung
  • Zwangsvollstreckung wegen Geldforderungen in Grundstücke
    • Zwangshypothek
    • Zwangsverwaltung
    • Zwangsversteigerung
  • Der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss
    • Antrag
    • Ablauf des Verfahrens
    • die Zustellung
    • Rechte und Pflichten von Gläubiger, Schuldner und Drittschuldner
    • Drittschuldnererklärung
    • Rechtsmittel / Rechtsbehelf
    • Musteranträge für die Pfändung von Geldforderungen in Geldforderungen u.a. Rechte
  • Zwangsvollstreckung wegen Räumung und Herausgabe, Vornahme, Duldung und Unterlassung einer Handlung, Abgabe einer Willenserklärung
    • Räumung und Herausgabe von unbeweglichen Sachen
    • Herausgabe von beweglichen Sachen
    • Vertretbare und unvertretbare Handlungen
    • Duldung und Unterlassung
    • Abgabe einer Willenserklärung
  • Verfahren auf Abgabe der eidesstattlichen Offenbarungsversicherung (mit allen Neuerungen der 2. Zwangsvollstreckungsnovelle)
    • Voraussetzungen
    • kombinierter und isolierter Antrag
    • Ablauf des Verfahrens
    • Vermögensverzeichnis - Inhalt und Prüfung
    • Haftbefehlsverfahren
    • Ergänzung / Nachbesserung der Offenbarungsversicherung
    • Eidesstattliche Versicherung bei Anspruch auf Herausgabe
    • Vollstreckungsschutz - Rechtsbehelfe - Rechtsmittel - Klagen

    • Insolvenzverfahren

  • Kosten- und Gebührenrecht RVG
    • Der Gegenstandswert
      • Ermittlung und Festsetzung
      • Beschwerde gegen die Festsetzung
    • Grundsätze für die Berechnung der Anwaltsgebühren
      • gesetzliche Regelung
      • vertragliche Grundlage
      • Beratungsverträge
      • Beitreibung von Gebühren
      • Vorschüsse, Sicherheiten
      • Zurückbehaltungsrecht
    • Ersatz besonderer Aufwendungen und Auslagen des Rechtsanwalts
    • Rechtsanwaltsgebühren bei außergerichtlicher Tätigkeit in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit und behördlicher Vorverfahren
    • Rechtsanwaltsgebühren im Zivilprozess
    • Gebühren im fachgerichtlichen Verfahren (Arbeits- / Sozial- / Verwaltungs- / Finanzgerichtsverfahren)
    • Gebühren für die Tätigkeit mehrerer Rechtsanwälte auf Seiten einer Partei
    • Rechtsanwaltsgebühren in der Zwangsvollstreckung
    • Kostenfestsetzung (einschl. Rechtsbehelfe) und Gebührenklage
    • Gerichtskosten im Zivilprozess
    • Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe

Teilnahmebedingungen

Nach Abschluss der gesamten Themenblöcke findet eine schriftliche und mündliche Prüfung vor der Rechtsanwaltskammer statt. Die Teilnehmer werden hierzu während des Lehrgangs genauer informiert.

Die Prüfungsgebühren werden von der Kammer gesondert erhoben und sind nicht im Seminarpreis enthalten.

Anmeldung

    Die Anmeldung der Teilnahme ist an die Hans Soldan GmbH, Postfach 11 0351, 45333 Essen, Telefon 0201/8612-304 unter Nutzung des Anmeldeformulars zu richten.

Berechtigt zur Teilnahme am Seminar ist,

  • wer die Abschlussprüfung in dem Ausbildungsberuf Rechtsanwaltsgehilfe / -gehilfin bzw. Rechtsanwalts- und Notargehilfe / -gehilfin bzw. Rechtsanwaltsfachangestellte / -gestellter / oder Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte / -gestellter bestanden hat und zum Zeitpunkt der Abnahme der Seminarabschlussprüfung mindestens zwei Jahre in der Kanzlei eines Rechtsanwaltes ohne Unterbrechung tätig ist, oder
  • wer, ohne die Ausbildungsabschlussprüfung in dem Ausbildungsberuf Rechtsanwaltsgehilfe / Rechtsanwaltsgehilfin bzw. Rechtsanwaltsfachangestellter / Rechtsanwaltsfachangestellte abgelegt bzw. bestanden zu haben, mindestens sechs Jahre zum Zeitpunkt der Abnahme der Seminarabschlussprüfung in der Kanzlei eines Rechtsanwaltes ohne Unterbrechung tätig ist, und
  • seine Arbeitsstätte überwiegend, insbesondere zum Zeitpunkt der Anmeldung und während der Seminarteilnahme, im Bezirk der Rechtsanwaltskammer hat.
  • Die durchführende Kammer kann in begründeten Fällen Ausnahmen zulassen.

Der Bewerbung um einen Seminarplatz sind beizufügen:

  • Anwaltlich beglaubigte Fotokopie des Gehilfen- bzw. Fachangestelltenbriefes
  • Nachweis einer mindestens 1,5-jährigen Tätigkeit in einer Anwaltskanzlei nach Abschluss der Gehilfen- bzw. Fachangestelltenprüfung zum Zeitpunkt der Anmeldung, oder
  • Nachweis einer mindestens 5-jährigen, nicht unterbrochenen, Tätigkeit in einer oder mehreren Anwaltskanzleien zum Zeitpunkt der Anmeldung (Beschreibung der erworbenen fachlichen Fertigkeiten).

Seminargebühren

  • Die Seminargebühr beträgt EURO 2.500,00.--. Das Seminar ist von der Umsatzsteuer befreit (Berufl. Bildungsmaßnahme gem. § 421 a) bb) UStG), und beinhaltet die Schulungsgebühr sowie die Tagungspauschale (Kl. Imbiss, Kaffee/Tee, Raumkosten, Skripten, Technik).


  • [ausgelassen]

    Die Prüfungsordnung der Rechtsanwaltskammer liegt dieser Fortbildungsmaßnahme zugrunde und wird jedem Teilnehmer ausgehändigt.

    Die Rechtsanwaltskammer erhebt Prüfungsgebühren in noch zu benennender Höhe.

Ende der Bewerbungsfrist für einen Seminarplatz ist der [ausgelassen] (Tag des Bewerbungseinganges bei der Hans Soldan GmbH).

  • Die Seminaranmeldung muss bis zum [ausgelassen] bei der Hans Soldan GmbH eingegangen sein. Sie muss schriftlich erfolgen unter Beifügung der o.g. Unterlagen. Mit der schriftlichen Anmeldung sind die Teilnahmebedingungen für den Teilnehmer verbindlich.
  • Die Seminargebühr wird innerhalb von 20 Tagen nach Zugang der von der Hans Soldan GmbH erstellten Rechnung fällig.
  • Ein kostenloser Rücktritt vor Seminarbeginn ist bis 4 Wochen vor Beginn möglich. Danach wird eine anteilige Kostenpauschale von € 500,-- erhoben.
  • Eine Kündigung aus wichtigem Grund, z.B. wegen längerfristiger Erkrankung, ist während der Laufzeit des Seminars mit einer Frist von 2 Wochen zum Ende des jeweiligen Unterrichtsblockes (ZPO etc.) möglich. Eine Erstattung der Kursgebühren für noch nicht absolvierte Unterrichtsblöcke findet nur insoweit statt, wie die schon absolvierten Unterrichtsblöcke die Kostenpauschale aus Ziffer 3 abdecken.

Bei einem anderweitigen Rücktritt innerhalb der Seminardauer werden keine Gebühren erstattet.

Das Seminar ist über das sog. Meisterbafög förderungsfähig.